Wer rastet der rostet… – Bewegung ist der Schlüssel

Bewegung rockt!

Das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen sinkt, das Gewicht lässt sich leichter kontrollieren, Depressionen treten seltener auf und vieles mehr – immer wieder und aus allen Medien erfahren wir: Wer seinen Körper regelmäßig trainiert, fördert die Gesundheit und steigert die Lebensqualität. Das gilt für jedes Alter und für Frauen wie für Männer. Nun gibt es noch eine Erkenntnis oben drauf. Zwei Studien ergaben nämlich: Je mehr wir uns bewegen, desto größer ist der Benefit. Einschränkung: Erst ab einem sehr hohen Trainingseinsatz kehrt sich der Effekt leicht um.

Bewegung: Übertreiben kaum möglich

Natürlich: Etwas Bewegung ist immer noch besser als gar keine. So weisen Gesundheitsbehörden, inklusive der WHO, darauf hin, dass bereits 150 Minuten moderates oder 75 Minuten intensives Training pro Woche erhebliche gesundheitliche Vorteile bringen. Als moderat gilt demnach Bewegung bei einem Energieverbrauch von 3,5 bis 7 kcal pro Minute. Das entspricht etwa einem Lauftempo von 4,8 bis 7,2 km pro Stunde oder Fahrrad fahren bei einem Tempo von 8 bis 14,4 Stundenkilometer. Zum Vergleich: Intensives Laufen beginnt ab 8 Stundenkilometer, Fahrradfahren bei über 16 Kilometer pro Stunde.

Sterberisiko sinkt um bis zu 50 Prozent

In einer Studie mit Beteiligung von Organisationen und Universitäten aus den USA, Norwegen, Schweden und Finnland wurden Daten aus einem Zeitraum von über 14 Jahren und rund 660.000 Frauen und Männern ausgewertet. Die Personen waren zwischen 21 und 98 Jahre alt. Ergebnisse der Studie:

Wer die von der WHO angeführten 150 bzw. 75 Minuten Training pro Woche absolvierte, verringerte sein Sterberisiko um 20 %.
Wer das WHO-Pensum bis zu zweimal erfüllte, senkte das Sterberisiko um bis zu 31 %, bei bis zu dreimal um 37 % und bei bis zu fünfmal um 39 %. Allerdings sehen wir: Bei der letzten Steigerung der Trainingsdauer und -intensität (750 Minuten pro Woche oder 12,5 Std./Woche moderate Bewegung) zahlt sich der zusätzliche Aufwand kaum noch aus.

Es gab auch Personen, die das Zehnfache des empfohlenen Trainingsumfangs (25 Std./Woche moderate Bewegung) leisteten. Bei denen war das Sterberisiko um 31 % vermindert und lag damit genauso hoch wie bei denjenigen, die „nur“ 5 Stunden in der Woche trainierten.

Australische Studie bestätigt

In einer australischen Studie wurden überdies rund 200.000 Erwachsene zwischen 45 und 75 Jahren über fast sieben Jahre beobachtet. Unterteilt wurde deren Trainingseinsatz in die Gruppen 1: 10 bis 149 Min./Woche, Gruppe 2: 150 bis 299 Min./Woche und Gruppe 3: über 300 Min./Woche. Außerdem wurden die erfasst, die sich überhaupt nicht körperlich betätigten. Im Vergleich mit dieser Kontrollgruppe sank das Sterberisiko in Gruppe 1 um 34%, in Gruppe 2 um 47% und in Gruppe 3 um 54%.

Fazit aus beiden Studien: Frauen und Männer gleich welchen Alters sollten aktiv sein, letztlich: je mehr, desto besser. Alles über Motivation, Ziele, die passende Ernährung und vor allem – noch mehr Spaß an der Bewegung: hier bei uns im Revitalis-Heidelberg!

Quelle: JAMA Intern Med.

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